Das Fernsehen der Zukunft

Die Zeiten, in denen alle noch gemeinsam und am besten noch gleichzeitig Fernsehen geschaut haben sind vorbei. Schon länger. Scharte man sich früher noch um die Fernsehaltar, um in trauter Familienrunde den Höhepunkt der Samstagabend-Unterhaltung zu schauen, seien es Show-Giganten wie Hans-Joachim Kulenkampff oder Blacky Fuchsberger, so hat längst der Fernseh-Autismus Einzug gehalten. Niemand macht mehr Kompromisse beim Programm, das er oder sie sehen will. Und schon gar nicht bei der Gesellschaft, die beim Glotzen dabei sein darf.

Früher, wo es nur drei Programme gab, waren die Kinder froh, dass sie überhaupt Fernsehen gucken durften. Heutzutage haben die Kinder viel zu früh selber eine Glotze und können rund um die Uhr genau die Cartoons und Serien schauen, die sie möchten und müssen nicht erst Stunden warten, bis die gewünschte Sendung kommt.


Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2012 hat die alte Tante BBC den Auftrag übernommen, alle Sportevents, die bei London 2012 stattfinden zu übertragen. Und zwar: alle! Das stellt zunächst einmal ein großes logistisches Programm dar, denn auch die große BBC hat nicht unbegrenzte Kapazitäten an Kameras, Ton-Equipment und sonstiger Technik, die für die Produktion eines solchen TV-Events notwendig sind. Das läßt sich dadurch lösen, dass man bei anderen Fernsehstationen um Hilfe bietet und die mit Menschen und Technik aushelfen läßt. So übernahm bei London 2012 das finnische Fernsehen die Leichtathletik, das griechische Fernsehen produzierte das internationale Signal von den Gewichtheber-Wettbewerben und die Kubaner die Volleyball-Spiele. So kann Globalisierung auch funktionieren.

Auch wenn das natürlich toll ist, wenn man immer genau das sehen kann was man sehen möchte, wenn man sich nicht mehr mit Sendungen herumschlagen muß, die man eigentlich nicht gucken will – irgendwie ist das doch auch schade. Wußte man am nächsten Tag auf dem Schulhof noch genau, was das Gesprächsthema sein würde, eben weil man am vorangegangenen Abend wie alle anderen auch Fernsehen geschaut hat, ist es heute geradezu beliebig. Es hat sowieso jeder was anderes gesehen, da gibt es keine Gemeinsamkeiten. Der eine schaut Unterschichtenfernsehen bei RTL2, der andere tut gebildeter und schaut den gleichen Unterschichten-Mist auf Pro Sieben. Streber tun so als würden sie die Sendungen auf Arte schauen und auch verstehen.

Mit Youtube und Internet-Fernsehen, TV on Demand, Maxdome und wie sie alle heißen, wird die Gemeinsamkeit nicht größer werden. Es wird nur die Einsamkeit fördern. Das Alleinsein bei der Suche nach Unterhaltung. Das war also die bunte Welt, die mit den vielen Fernsehn-Programmen Einzug gehalten hat. Irgendwie hatte man früher mit weniger Programmen mehr Spaß zusammen als heute mit deutlich mehr Sendern alleine.

Und abgesehen von den gleichzeitig laufenden Sport-Events bei Olympia oder den Gruppenspielen bei Europameisterschaften und Weltmeisterschaften, welchen Nutzen haben uns denn die vielen neuen Sender wirklich gebracht? Anfangs gab es nur drei Programme. So weit so gut. Hat einem ja auch gereicht. Dann kam der Kabelanschluß. Mehr Programme: toll. Viel zu gucken. Irgendwann satt gesehen. Dann wohnt man in einem Haus mit Satellitenschüssel auf dem Dach und befestigt sich noch eine weitere, um zusätzlich zum deutschen Unterschichtenprogramm auch englisches Fernsehen empfangen zu können. Aber außer der fremden Sprache gibts da genauso viel Unterschichten-Mist wie im deutschen TV und wahrscheinlich bei allen anderen auch.

Vielleicht wären wir mit nur drei Programmen, die aber dann auch wieder mit Liebe und Bildungsauftrag gemacht werden müssten, besser aufgehoben und glücklicher.

Verantwortung der Medien

Die Fernsehanstalten die sich verpflichtet fühlen die Menschen an den Bildschirmen zu Informieren oder zu Unterhalten, inspirieren die Menschen, entsprechend zu denken, zu reden oder auch zu handeln. Sie tragen somit eine große Verantwortung darüber wie sich die Gesellschaft oder auch die Menschheit im gesamten entwickelt. Viele Sendungen, entsprechend Ihrer Wortwahl, prägen Kinder entscheidend für Ihr zukünftiges Leben. Niveaulose Ausdrücke, Beleidigungen und aggressive Kommentare in Filmen oder überflüssigen Talkshows mit Ihren verletzenden Kraftausdrücken, finden sich verbal auf Wänden, auf Schulhöfen und sogar auch in Kindergärten wieder.

Vor allem ist es die Aggressivität, die sich bei Kindern und Jugendlichen in Form von Beleidigungen oder körperlicher Gewalt ausdrückt, beruht nicht unerheblich von Sendungen die gesendet werden, welche zur Nachahmung gegenüber Ihren Nächsten verleiten. Kann es sein das ein Intendant erst Opfer einer Attacke werden muss bevor man sich darüber Gedanken macht woher diese primitive Tendenz bei Kindern beruht, andere zu verletzen, sei es nun verbal oder auch körperlich?

Nun natürlich können die Fernsehanstalten und Ihre Verantwortlichen behaupten das es Gewalt und Kraftausdrücke schon immer gab in der Menschheitsgeschichte. Aber wäre das nicht nur eine Entschuldigung dafür mit den Gewalt verherrlichenden Filmen oder ähnlichem weiter fort führen zu können weil sonst riesige Löcher in der Sendezeit nicht zu stopfen wären, oder gar mit der Meinung das man trotzdem der ausufernden Tendenz zur Gewalt nicht Herr werden könnte?

Außerdem ist es nicht damit getan das womöglich entsprechende Sendungen nur spät Abends gesendet werden oder alters Freigaben eingeblendet werden. Nun, Kinder haben vielfach Ihre eigenen Fernseher in Ihren Zimmern die noch spät in die Abendstunden laufen und ganz abgesehen von den Gewalt verherrlichenden Videospielen die auf diesen laufen und sich damit auch oft der Kontrolle Ihrer Eltern entziehen, sollte das privat oder öffentlich rechtliche Fernsehen Ihrer Verantwortung bewusst werden und entsprechendes Sendematerial nicht veröffentlichen. Im Internet gibt es vielerlei Portale wie Chaträume, Foren oder Blogs wo entsprechendes negatives Wortmaterial gegenüber anderen Personen untersagt wird und damit Konsequenzen eines Ausschlusses zur Folge hat. Wieso schließt man entsprechende Filme oder etwa Talkshows nicht aus dem Programm wo Gewalt verherrlichendes zu Tage tritt? Das entsprechend negatives im alltäglichem Leben zitiert oder nachgeahmt wird, ist das Ergebnis einer Verantwortungslosen negativen Datenflut. Eins ist sicher, das wenn auch die Fernsehanstalten dafür nicht zur Verantwortung gezogen werden und entsprechendes Sendematerial in Zukunft vermeiden, weil entsprechend junge Menschen weiterhin durch negatives Beispiel animiert werden, was sich im erwachsenen Alter vielfach fortsetzt, diese sich trotzt dem schuldig machen das sich die Gesellschaft weiterhin durch negative Beispiele aus dem Fernsehen nicht weiter entwickelt, sondern mehr und mehr verroht.

Eine Gesellschaft entwickelt sich nicht weiter durch negative Beispiele, sondern an aufbauenden und edlen Charakterzügen, in solchen wie Menschen miteinander umgehen sollten. Wie Menschen in der Welt positives vollbracht haben oder miteinander edel umgehen gibt es viel, so das die Sendezeit durchaus die ganze Woche ausgefüllt werden könnte. Außerdem haben viele Menschen das Bedürfnis positives und aufbauendes zu sehen, das es das Gefühl gibt es wert zu sein zu leben. Wenn somit nur ansatzweise verstanden wurde was das Anliegen dieses Textes ist, so würde das positive Ergebnis im allgemeinen Gefühl der Gesellschaft etwas zur Entfaltung andauern, wie jede Wunde die zum heilen braucht, und die Wunde die in den Seelen vieler verursacht wurde resultiert nicht unerheblich aus den Beispielen Anderer sondern auch aus dem Beispiel was gesendet wird. Menschen können in dieser Welt durch den Beitrag der Medien zusammenwachsen und voranschreiten am Beispiel Ihrer Gemeinsamkeiten und nicht durch destruktive Charakteren einer primitiven Film und Unterhaltungsindustrie, die selber reich wird und die Gesellschaft in Ihren Charakterzügen miteinander kollektiv verarmt.

Medienethik

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Was meinen wir, wenn wir von Medienethik sprechen?
Um diese Frage beantworten zu können, bedarf es erst einer Erklärung der Begriffe Medien, Ethik und Moral. Medien sind Kommunikationsmittel, meistens als Massenmedien bezeichnet. Es gibt alte und neue Medien und während zu den alten Medien Print- und Druckmedien gehören, wie Zeitungen, Bücher, Zeitschriften, audio-visuelle Medien, wie Film oder Fernsehen und audio-technische Medien, wie Radio, Kassetten, CDs, zählen zu den neuen Medien Computer, Internet, Satellit, Mobiltelefone, etc.. Diese beiden Gruppen sind die klassischen Massenmedien, doch heutzutage können nicht nur Journalisten, Reporter, Regisseure, etc. durch diese Medien mit der Gemeinschaft kommunizieren, sondern auch einfache Menschen, wie z.B. durch Websites, wie Facebook, Twitter oder diverse Blogs.

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Wozu ist die Medienethik gut? Brauchen wir diese Disziplin? Ist das nicht eine gewisse Einschränkung? Wenn sich jemand äußern will, aber durch bestimmte, in der Gesellschaft etablierte, Werte davon abgehalten wird, ist das dann nicht eine Verletzung seiner demokratischen Rechte? Darf man denn alles sagen und zeigen was man denkt, oder gibt es bestimmte Grenzen, die man nicht überschreiten darf? Die Zensur wurde zwar in den meisten Ländern abgeschafft, doch es gibt immer noch einige Richtlinien nach denen sich die Produzenten richten, wie z.B. dass man einige Filme und Computerspiele Kindern nicht vermitteln darf.
Und genau dafür ist die Medienethik da. Diese Disziplin setzt sich mit den menschlichen und gesellschaftlichen Werten und Normen in Bezug auf die Medien auseinander und mit Hilfe dieser Lehre kann man entscheidet ob etwas ethisch vertretbar ist und in den Medien gezeigt werden darf oder nicht. Diese Werte und Normen halten die Produzenten davon ab bestimmte Inhalte dem Publikum zu vermitteln und agieren wie sog. Tabus. Diese Richtlinien sind nirgendwo festgehalten, weder schriftlich noch mündlich, noch in irgendeiner anderen Form, sie existieren nur in dem Werte- und Normensystem jedes einzelnen Menschen. Und die Medienethik benutzt dieses System, um die Menschen vor möglichen unethischen Inhalten zu schützen.
Doch das Problem ist, dass nach dem Veröffentlichen der Inhalte die Menschen selbst dafür verantwortlich sind, ob sie diese Inhalte empfangen wollen, wie z.B. im Fall von Filmen mit Jugendschutz: Die Herausgeber setzten einen Stempel auf die DVD, dass Jugendliche unter 16 Jahren den Film nicht schauen dürfen, aber es liegt in der Verantwortung von den Verkäufern und den Eltern, ob sie ihren Kindern erlauben diesen Film zu schauen.
Dazu kommt noch das Problem, dass Medien sich sehr schnell entwickeln und je schneller ein Medium ist, desto schwieriger ist es dieses zu kontrollieren, wie z.B. im Fall von Live-Reportagen: Die Reporter, die die Reportage senden müssen ihre Moral und ihre Ethik befragen, bevor sie etwas senden, doch bei Live-Events handelt man oft spontan und blendet seine Werte und Normen manchmal aus, so kommt es dann, dass durch das Senden dieser Inhalte Empfänger möglicherweise in negativer Hinsicht beeinflusst werden könnten.
Es gibt beinahe keine Grenzen was veröffentlicht werden darf, diese Grenzen müssen sich die Produzenten selber aufstellen und genau dazu bedarf es der Medienethik. Jeder Journalist, jeder Autor, jeder Regisseur, usw. muss sich dessen bewusst sein was er an seine Zuhörer und Zuschauer sendet und welche Wirkung diese Inhalte auf die Empfänger haben könnten und aus diesem Grund muss jeder Produzent sich mit der Theorie der Medienethik bekannt machen. Denn wenn man erst im Nachhinein merkt, dass etwas Unethisches gesendet wurde ist es dann meistens schon zu spät.
Normen.

Um auf die Frage zurückzukommen, ob wir die Medienethik brauchen, dann lautet die Antwort Ja. Wir brauchen die Medienethik, denn mit Hilfe dieser Disziplin lässt sich klären wer wem gegenüber und wofür die Verantwortung trägt und weiterhin lassen sich möglicherweise die Medieninhalte in Hinsicht auf gesellschaftliche Werte und Normen etwas einschränken.

Messen als Ursprung von Medienpublikationen

Die Frage nach der Bekanntmachung der Medien in der Vergangenheit stellen sich viele Menschen. Vor allen Dingen die Wahrscheinlichkeit, ob die Verbreitung in einer solchen Form wie heute damals möglich wer ist immer wieder interessant. Spätestens dann, wenn man zu der eigentlichen Definition der Medien kommt, wird man eine Antwort finden: Medien tun nämlich nichts anderes, als Informationen in der Welt zu verbreiten. Schon in der Vergangenheit, als es noch keine Möglichkeiten in dem Sinne gab wie heute und die Menschen weder ein Radio noch einen Fernseher hatten, bestand die Idee, Wissen mit anderen Menschen zu teilen. Früher beherrschten das Schreiben und Lesen fast ausschließlich nur Gelehrte und Wissenschaftler. Deswegen waren Handzettel und Bücher keine gute Methode, um Informationen zu verbreiten. Um möglichst viele Leute zu erreichen, entwickelte man also Messen, an denen viele Menschen zusammentreffen und allesamt die Informationen erhalten können. Demzufolge sind Messen der Ursprung der anfänglichen Medien. Die Messe dient der Präsentation, die Besucher müssen also weder schreiben noch lesen können, sondern nur ein waches Gehör und einen scharfen Blick haben. So setzte sich die „Macht des Wortes“ unter den Menschen durch. Und mit zunehmendem Kenntnisstand der Menschen gewannen die Messen immer mehr an Popularität. Auf der Messe fand sich das gesamte Wissen, welchem man in einem Buch nicht habhaft werden konnte. So lockte die Messe Tausende von Menschen, um ihren Wissensdurst zu stillen und um Antworten auf Fragen zu erhalten, die sie in keinem Buch fanden. Demzufolge kann man sagen, dass Messen der Ursprung von Medienpublikationen sind. Mit dem zunehmenden Fortschritt der Technik ist es heute möglich, Messen im Radio zu hören oder im Fernsehen bzw. Internet sich anzuschauen. So gibt es nicht nur Büchermessen, aber auch Spiele-, Fahrzeug- und andere Sorten von Messen, die die Menschen gerne besuchen, um Informationen zu neuen Produkten zu erhalten.